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Volksweisen für Abschied & Trauerfeier

Den Tod empfinden Menschen oft als ein Zurückgehen in die Heimat. Im Angesicht des nahenden Todes sehnen sie sich zurück in das Land ihrer Kindheit. Da liegt es nahe, als Erinnerungslied ein Volkslied zu singen, mit dem der Verstorbene aufgewachsen ist.

Hand zeigt nach links  Da finden Sie mehr Lieder und Musik für die Trauerfeier

Hier auf der Seite:

Liste der Heimatlieder & Noten & Anhören

Texte der Heimatlieder

Verwendung der Lieder bei Trauerfeier

 

A) Volkslieder und Mundartlieder zu Heimat / Trauer / Tod

Pommernlied

Text: Pommernlied

Die Texte aller Lieder unten auf dieser Seite!

Die Noten

• Anhören Chor

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Wer weiß, ob wir uns wiedersehn

Text: Wer weiß, ob wir uns wiedersehn

Die Noten

 

Nun ade, du mein lieb Heimatland

Text: Nun ade, du ...

Die Noten

• Anhören / Ronny

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Augen feucht von Tränen

Text: Augen feucht

Die Noten

 

Gesegn dich Laub

Text: Gesegn dich Laub

Die Noten

 

Leb denn wohl, du stilles Haus!

Text: Leb denn wohl

Die Noten

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Lebe wohl, vergiss mein nicht!

Text: Lebe wohl

Die Noten

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Nehmt Abschied, Brüder!

Text: Nehmt Abschied

Die Noten

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O Heimatland, o Vaterhaus

Text: O Heimatland

Die Texte der Lieder sind weiter unten auf dieser Seite!

Die Noten

 

 

Wahre Freundschaft

Text: Wahre Freundschaft

Die Noten

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Mag die Liebe auch weinen

Text: Mag die Liebe auch weinen

Die Noten

 

So ruhe wohl

Text: So ruhe wohl

 

Oh Welt, ich muss dich lassen

Text: O Welt, ich muss dich lassen

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Ich bete an die Macht der Liebe

Text: Ich bete an die Macht der Liebe

Noten

 

Amoi seg ma uns wieder

Text: Amoi seg ma uns wieder

• Hören: Xavier Naidoo

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Tipps zur Verwendung dieser Lieder bei Beerdigung und Trauerfeier

 

B) Texte der Heimatlieder

Das Pommernlied

Für Heimatvertriebene aus Hinterpommern, für Menschen aus der gesamten ehemaligen preußischen Provinz Pommern, für Menschen von der Ostseeküste und aus Deutschlands Nordosten wird im Trauerfall auch gern das Pommernlied zitiert oder gesungen.

 

Der Text des Pommernliedes:

1. Wenn in stiller Stunde Träume mich umwehn,
bringen frohe Kunde Geister ungesehn,
reden von dem Lande meiner Heimat mir,
hellem Meeresstrande, düsterm Waldrevier.

2. Weiße Segel fliegen auf der blauen See,
weiße Möwen wiegen sich in blauer Höh',
blaue Wälder krönen weißen Dünensand.
Pommernland, mein Sehnen ist dir zugewandt!

3. Aus der Ferne wendet sich zu dir mein Sinn.
Aus der Ferne sendet trauten Gruß er hin;
Traget, laue Winde, meinen Gruß und Sang,
wehet leis und linde treuer Liebe Klang.

4. Bist ja doch das eine auf der ganzen Welt,
bist ja mein, ich deine, treu dir zugesellt;
Kannst ja doch von allen, die ich je gesehn,
mir alleine gefallen, Pommernland so schön.

5. Jetzt bin ich im Wandern, bin bald hier, bald dort,
doch aus allem andern treibt's mich immer fort;
bis in dir ich wieder finde meine Ruh,
send ich meine Lieder dir, o Heimat, zu!

Das Pommernlied galt in der preußischen Provinz Pommern als Landeshymne.Die Melodie des Pommernliedes entstand viel früher als der Text. 1818 schon komponierte sie Karl Groos zum Text des Gedichtes "Freiheit, die ich meine".

Der Theologe Gustav Adolf Pompe schrieb dann im Jahr 1851 den Text des Pommernliedes so, dass es zu dieser alten Melodie gesungen werden kann. Der Text entstand auf Studentenfreizeit. Der Abend sollte mit Vorträgen von Heimatliedern gestaltet werden; doch die Pommerschen Studenten fanden kein typisches Lied ihrer Heimat. So dichtetete der damals zwanzigjährige Pompe spontan den Text. G. A. Pompe wurde nach dem Theologiestudium Pfarrer in Labes und Superintendent in pommerschen Lauenburg und in Demmin. Dort starb er am 23.12.1889.

Weiter: Wer weiß, ob wir uns wiedersehn

 

 

 

Wer weiß, ob wir uns wiedersehn!

Der Text:

Die Volksweise "Wer weiß, ob wir uns wiedersehn" beschreibt in den einzelnen Strophen verschiedene Situationen des Abschieds. Da ist der Abschied vom Freund, der Abschied vom Sohn und der Abschied des Mannes, der in den Krieg zieht. Ich zeige Ihnen hier die drei Verse des Liedes, die sich dazu eignen auf eine Trauerkarte gedruckt zu werden und die dann in der Trauerfeier gelesen bzw. gesungen werden. Es eignet sich der erste Vers und je nach Situation ein weiterer.

 

Vers 1: Abschied allgemein

Wie ist die Trennung doch so schwer,
sie bringt oft Gram und Leid.
Der Abschied drückt aufs Herz so schwer,
hin ist die frohe Zeit.
Das Schicksal treibt von Ort zu Ort
den einen hie, den andern dort,
und mancher ruft zur Heimat schön:
"Wer weiß, ob wir uns wiedersehn!"
"Wer weiß, ob wir uns wiedersehn!"

Vers zwei: Abschied vom Freund

Zwei Freunde stehen Hand in Hand
und nehmen Abschied still;
sie ziehen in ein fremdes Land,
so weit das Schicksal will.
Sie ziehn betrübt und traurig fort,
noch unbestimmt an welchen Ort;
doch denken beide, eh' sie gehn:
"Wer weiß, ob wir uns wiedersehn!"
"Wer weiß, ob wir uns wiedersehn!"

Vers drei: Abschied vom Sohn

Der Sohn ergreift den Wanderstab:
"Lebt wohl, ihr Eltern beid'!
Wenn ich nur euren Segen hab',
hab' ich ein gut Geleit!"
Dann zieht er still zur Stadt hinaus,
schaut noch einmal das Elternhaus;
doch vor dem Tore bleibt er stehn:
"Wer weiß, ob wir uns wiedersehn!"
"Wer weiß, ob wir uns wiedersehn!"

Alte Kutscherweise und Soldatenlied

Weiter: Lieb Heimatland ade

 

 

 

Nun ade du, mein lieb Heimatland

Flott, froher Abschied / Zum Auszug und Sarggeleit

Text:

Nun ade, du mein lieb Heimatland,
lieb Heimatland ade.
Es geht nun fort zum fremden Strand,
lieb Heimatland, ade.
Und so sing ich denn mit frohen Mut,
wie man singet wenn,
wenn man wandern tut,
lieb Heimatland, ade!

Wie du lachst mit deines Himmels Blau,
lieb Heimatland, ade.
Wie du grüßest mich mit Feld und Au',
lieb Heimatland, ade.
Gott weiß, zu dir steht stets mein Sinn,
doch jetzt zur Ferne zieht's mich hin:
Lieb Heimatland, ade!

Begleitest mich, du lieber Fluß,
lieb Heimatland, ade.
Bist traurig, daß ich wandern muß;
lieb Heimatland, ade.
Vom moos'gen Stein, vom wald'gen Tal,
da grüß' ich dich zum letztenmal:
Lieb Heimatland, ade!

August Disselhoff schrieb den Text auf eine alte westfälische Soldatenweise aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Volksweise (1851)

Weiter: Augen feucht von Tränen

 

 

Lauter Augen feucht von Tränen

Text lauter Augen feucht von Tränen:

Morgen müssen wir verreisen,
Und es muß geschieden sein.
Traurig zeih'n wir unsre Straße,
Lebe wohl, Herzliebchen mein.
Lebe wohl, Herzliebchen mein.

Lauter Augen feucht von Tränen,
lauter Herzen voll von Gram!
Keiner kann es sich verhelen,
daß er schweren Abschied nahm,
daß er schweren Abschied nahm.

Kommen wir zu jenem Berge,
schauen wir zurück in's Tal,
schau'n uns um nach allen Seiten,
seh'n die Stadt zum letztenmal,
seh'n die Stadt zum letztenmal.

Wann der Winter ist vorüber
und der Frühling zieht in's Feld,
will ich werden wie ein Vöglein,
fliegen durch die weite Welt,
fliegen durch die weite Welt.

Dahin fliegen will ich wieder,
wo's mir lieb und heimisch war.
Freunde, muß ich heut' auch wandern,
kehr ich heim doch über's Jahr,
kehr ich heim doch über's Jahr.

Über's Jahr zur Zeit der Pfingsten
pflanz' ich Maien dir an's Haus,
bringe dir aus weiter Ferne
einen frischen Blumenstrauß,
einen frischen Blumenstrauß.

Der Text dieses Heimatliedes dichtete Hoffmann von Fallersleben; Friedrich Silcher schrieb dazu die Melodie.

Weiter: Gesegn dich Laub

 

 

 

Gesegn dich Laub

Der Text:

Gesegn dich Laub, gesegn dich Gras,
Gesegn dich alles, was da war.
Ich muß von hinnen scheiden.

Ihr lieben Engelein steht mir bei,
daß Leib und Seel beieinander sei,
daß mir mein Herz nicht breche.

Gesegn dich Mond, gesegn dich Sonn,
gesegn dich Trautlieb, meine Wonn,
da ich von hinnen fahre.

Volksweise aus dem 15. Jahrhundert

Weiter: Leb denn wohl du stilles Haus

 

 

 

 

Leb denn wohl du stilles Haus!

Text:

So leb' denn wohl, du stilles Haus!
Ich zieh' betrübt von dir hinaus;
ich zieh' betrübt und traurig fort,
noch unbestimmt, an welchen Ort.

So leb' dann wohl, du schönes Land,
In dem ich hohe Freude fand;
du zogst mich groß, du pflegtest mein.
Und nimmermehr vergess' ich dein!

So lebt denn all' ihr Lieben wohl,
von denen ich jetzt scheiden soll;
und find' ich draußen auch mein Glück,
denk' ich doch stets an euch zurück.

Text: Ferdinand Raimund / Musik: Wenzel Müller 1828

Ein Auswandererlied aus dem 19. Jahrhundert

Weiter: Lebe wohl, vergiß mein nicht!

 

 

 

 

Lebe wohl, vergiss mein Nicht!

Lebe wohl, vergiss mein nicht!
Schenke mir dein Angedenken;
Liebe darfst du mir nicht schenken,
denn das Schicksal will es nicht,
denn das Schicksal will es nicht.

Lebe wohl, vergiss mein nicht!
Ewig teuer meinem Herzen,
denk ich dein mit süßen Schmerzen,
bis der Tod mein Auge bricht.
Lebe wohl, vergiss mein nicht!

Lebe wohl, vergiss mein nicht!
Denke oft der süßen Stunden,
wo uns treue Lieb' verbunden;
ich vergess' sie ewig nicht.
Lebe wohl, vergiss mein nicht!

Lebe wohl, vergiss mein nicht!
Ach selbst in der weit'sten Ferne,
überm Grab, jenseits der Sterne,
reißt das Band der Liebe nicht.
Lebe wohl, vergiss mein nicht!

Lebe wohl, vergiß mein nicht!
Wenn ich endlich ausgeweinet,
ausgelitten, dann erscheinet
mir auch Trost im Sternenlicht.
Lebe wohl, vergiß mein nicht!

Text: Johann Friedrich Cordes. Johann Friedrich Cordes wurde 1759 in Dedersdorf im oldenburgischen Land geboren. Er starb 1807 in Oldenburg .

Weiter: Nehmt Abschied, Brüder

 

 

 

Nehmt Abschied, Brüder

Nehmt Abschied, Brüder,
ungewiß ist alle Wiederkehr,
die Zukunft in Finsternis
und macht das Herz uns schwer.
Der Himmel wölbt sich überm Land.
Ade, auf Wiederseh'n!
Wir ruhen all in Gottes Hand.
Lebt wohl, auf Wiederseh'n!

Es ist in jedem Anbeginn
das Ende nicht mehr weit,
wir kommen her und gehen hin,
und mit uns geht die Zeit.
Der Himmel wölbt sich überm Land.
Ade, auf Wiederseh'n!
Wir ruhen all in Gottes Hand.
Lebt wohl, auf Wiederseh'n!

Nehmt Abschied, Brüder, schließt den Kreis!
Das Leben ist ein Spiel;
und wer es recht zu spielen weiß,
gelangt ans große Ziel.
Der Himmel wölbt sich überm Land.
Ade, auf Wiederseh'n!
Wir ruhen all in Gottes Hand.
Lebt wohl, auf Wiederseh'n!

Text: Claus Ludwig Laue 1946
Musik: Schottische Volksweise aus dem 17. Jahrhundert

Weiter: O Heimatland, o Vaterhaus (Tirol)

 

 

O Heimatland, o Vaterhaus

O könnt' ich in mein Heimatland,
zurück ins Land Tirol,
ins Land, wo meine Wiege stand,
da wär' mir wieder wohl;
ins Land, wo meine Wiege stand,
da wär' mir wieder wohl!

Der Heimattäler grüne Pracht,
der Bergesspitzen Schnee,
wie oft hab' ich an sie gedacht
mit stillem Herzensweh!

Mich zieht's wie treue Freundeshand,
mir winkt's wie Freundesblick:
O, könnt' ich, liebes Heimatland
Tirol, zu dir zurück!

Wie grün so schön daheim der Wald,
wie blüht so reich die Flur!
Und lustiger die Büchse knallt
vom Fels, wo Gemsenspur.

Und denk' ich erst an Lied und Wort
daheim aus liebem Mund,
o dann zieht's mich erst mächtig fort
zum trauten Seelenbund.

O Heimatland, o Vaterhaus,
euch grüßt mein Sehnsuchtsblick;
nach euch streck' ich die Arme aus:
Könnt' ich zu euch zurück!

Volkslied / Heimatlied aus Tirol entstand Mitte des 19. Jahrhunderts

Weiter: Wahre Freundschaft

 

 

 

Wahre Freundschaft

Melodie: Der Text wird zur Melodie des Liedes "Hohe Tannen" gesungen!

Der Text

Wahre Freundschaft soll nicht wanken,
wenn man gleich entfernet ist,
lebet fort noch in Gedanken
und der Treue nicht vergisst.

Keine Ader soll mir schlagen
wo ich nicht an dich gedacht;
für dich werd ich Liebe tragen
bis in tiefe Todesnacht.

Wenn der Mühlstein traget Reben,
und daraus fließt süßer Wein,
wenn der Tod mir nimmt das Leben,
hör ich auf dein Freund zu sein.

Jetzo schlägt die Trennungsstunde,
reißt gewaltsam mich von dir;
es schlägt zu früh die Scheidestunde,
ach, ich fand mein Glück in dir!

So nimm denn hin vom blassen Munde
den Abschiedskuss, der weinend spricht,
und denk an diese Trennungsstunde,
oh einz'ger Freund, vergiß mein nicht!

Im Stillen werd ich Tränen weinen
und träumend dir zur Seite stehn,
und seh ich Gottes Sonne scheinen
werd ich für dich um Segen flehn.

Volkslied aus dem 18. Jahrhundert.

Weiter: Mag die Liebe auch weinen

 

 

 

Mag auch die Liebe weinen

Ein Lied, das man besonders zum Abschied von Menschen gemeinsam singt, die aus Westfahlen, dem Münsterland oder dem Tecklenburger Land stammen.

Mag auch die Liebe weinen,
es kommt ein Tag des Herrn.
Es muß ein Morgenstern
nach dunkler Nacht erscheinen.

Mag auch der Glaube zagen,
ein Tag des Lichtes naht.
Zur Heimat führt sein Pfad
aus Dämm´rung muss es tagen.

Mag auch die Tugend kämpfen,
es kommt ein Ruhetag.
Kein Sturmgewölk vermag
der Sonne Strahl zu dämpfen.

Mag Hoffnung auch erschrecken,
mag jauchzen Grab und Tod.
Es muß ein Morgenrot
die Schlummernden einst wecken.

Friedrich Adolf Krummacher (*1767 †1845) schrieb den Text dieses volkstümlichen Liedes. Der katholische Zweig der Familie Krummacher hat seine Heimat seit Jahrhunderten bis zum heutigen Tag in Warendorf im Münsterland. Die zur evangelischen Konfession konvertierten Familienmitglieder zogen ins protestantische Tecklenburg. Dort war der Vater des Textdichters Bürgermeister. Friedrich Adolf studierte in Lingen (damals hatte die Emsstadt eine Universität) sowie Halle und wurde schließlich Professor für Theologie in Duisburg.

Weiter: So ruhe wohl

 

 

 

So ruhe wohl

So ruhe wohl, Gott hat an dich gedacht
und es sehr gut gemacht,
schlaf müder Leib, schlaf wohl zu guter Nacht,
weil Jesus dich bewacht,
ruh sanft nach den erlittnen Schmerzen,
wir denken dein in unsern Herzen,
So ruhe wohl!

Das Lied ist auch im englischen Sprachraum bekannt:

So rest in peace, God has thought upon you,
and made all well, sleep, weary body,
sleep well, good night, for Jesus watches over you,
sleep away the pains suffered her,
we will engrafe you in our hearts,
so rest in peace, so rest in peace.

Der Text ist volkstümlich. Johann Ludwig Bach schrieb dazu eine Melodie.

Weiter: Oh Welt, ich muss dich lassen

 

 

 

Oh Welt, ich muss dich lassen

O Welt, ich muss dich lassen
ich fahr dahin mein Straßen
ins ewig Vaterland.
Mein´ Geist will ich aufgeben,
dazu mein' Leib und Leben
legen in Gottes gnädig Hand.

Mein Zeit ist nun vollendet
der Tod das Leben wendet
Sterben ist mein Gewinn
kein Bleiben ist auf Erden
das Ewge muss mir werden
mit Fried und Freud ich fahr dahin.

Auf Gott steht mein Vertrauen
sein Antlitz will ich schauen
wahrhaft durch Jesus Christ
der für mich ist gestorben
des Vaters Huld erworben
und so mein Mittler worden ist.

Schon um 1440 schrieb Heinrich Isaac Melodie und Text des Liedes: Innsbruck, ich muss dich lassen. Hundert Jahre später entwickelte sich in Nürnberg der neue Text des Kirchenliedes: Oh Welt, Ich muss dich lassen.

In den folgenden Jahrhunderten wurden viele neue Texte zur selben Melodie geschrieben. Hier sind einige:

Herr, höre, Herr erhöre, breit deines Namens Ehre an allen Orten aus; behüte alle Stände durch deiner Allmacht Hände, schütz Kirche, Obrigkeit und Haus.

Erste Strophe des gesungenen Fürbittengebetes "Herr, höre, Herr, erhöre" / Benjamin Schmolck 1714

Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohl gefällt.

Erster Vers des Abendliedes "Nun ruhen alle Wäler" / Paul Gerhardt 1647

Ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht in dieser Zeit.

Fünfter Vers des Abendliedes "Nun sich der Tag geendet" / Gerhard Tersteegen 1745

Die Herrlichkeit der Erden muss Rauch und Asche werden, kein Fels, kein Erz kann stehn. Dies, was uns kann ergötzen, was wir für ewig schätzen, wird als ein leichter Traum vergehn.

Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan.

Vers eins und zwei des Trauerliedes "Die Herrlichkeit der Erden" / Andreas Gryphius 1650

Weiter: Ich bete an die Macht der Liebe

 

 

 

Ich bete an die Macht der Liebe

Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesu offenbart;
Ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
Ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Für Dich sei ganz mein Herz und Leben,
Mein süßer Gott, und all mein Gut!
Für Dich hast Du mir's nur gegeben;
In Dir es nur und selig ruht.
Hersteller meines schweren Falles,
Für Dich sei ewig Herz und alles!

Ich liebt und lebte recht im Zwange,
Wie ich mir lebte ohne Dich;
Ich wollte Dich nicht, ach so lange,
Doch liebest Du und suchtest mich,
Mich böses Kind aus bösem Samen,
Im hohen, holden Jesusnamen.

Des Vaterherzens tiefste Triebe
In diesem Namen öffnen sich;
Ein Brunn der Freude, Fried und Liebe
Quillt nun so nah, so mildiglich.
Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte!
- sein Herz alsbald Dich lieben müßte.

Wie bist Du mir so zart gewogen,
Wie verlangt Dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen,
Neigt sich mein Alles auch zu Dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
Du hast mich und ich Dich erlesen.

Ich fühls, Du bist's, Dich muß ich haben,
Ich fühls, ich muß für Dich nur sein;
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
Mein Ruhplatz ist in Dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;
Drum folg ich Deinen selgen Zügen.

Ehr sei dem hohen Jesusnamen,
In dem der Liebe Quell entspringt,
Von dem hier alle Bächlein kamen,
Aus dem der Selgen Schar dort trinkt.
Wie beugen sie sich ohne Ende!
Wie falten sie die frohen Hände!

O Jesu, daß Dein Name bliebe
Im Grunde tief gedrücket ein!
Möcht Deine süße Jesusliebe
In Herz und Sinn gepräget sein!
Im Wort, im Werk, in allem Wesen
Sei Jesus und sonst nichts zu lesen.

Einige der schönsten Volkslieder, gesungen vom Montanara Chor, beinhaltet die CD "Ich bete an die Macht der Liebe". Die Zusammenstellung gibt es für 6,90 Euro bei amazon - Einzeln sind die Titel sind 0,99 Euro downloadbar. Dabei sind neben Ich bete an die Macht der Liebe u.a.:

Kein schöner Land / Die Himmel rühmen! / Die Nacht (Die Abendglocken rufen) / Lobt den Herrn der Welt / Abschied hat der Tag genommen

Montanara Chor - Volkslieder

Weiter: Amoi seg ma uns wieder

 

 

Amoi seg ma uns wieder

Dies ist kein Lied für den gemeinsamen Gesang. Bei der Beisetzung von Menschen, deren Heimat Bayern oder Österreich ist, bietet es sich aber an, dieses Lied vom Tonträger abzuspielen.

Der "Volksrocker" Andreas Gabalier wurde mit diesem Trauersong bekannt. Sein Vater nahm sich im Jahr 2006 das Leben; seine Schwester wählte 2008 den Freitod. In seiner Trauer schrieb Andreas Gabalier 2009 dieses Erinnerungslied.

Uns oin is die Zeit zu gehen bestimmt
Wie a Blattl trogn vom Wind geht's zum Ursprung zruck als Kind
Wenn des Bluat in deine Adern gfriert
Wie dei Herz aufhört zum Schlogn und du aufi zu die Engerl fliagst
Dann hob ka Angst und loss di anfoch trogn
Weil es gibt was nach dem Lebm, du wirst scho segn.

Weiter: So verwenden Sie diese Lieder

 

 

 

C) Verwendung der Heimatlieder, Volkslieder und Volksweisen bei der Trauerfeier

  • Ein oder zwei Verse des Heimatliedes können auf die Traueranzeige oder die Trauerkarte geschrieben bzw. gedruckt werden.

  • Im Verlauf der Trauerfeier / im Trauergottesdienst können mehrere Verse gelesen, gemeinsam gesungen oder vorgesungen werden.

  • Im Internet finden Sie zahlreiche Interpretationen dieser Heimatlieder und Volksweisen. YouTube bietet auch viele Instrumentalversionen dieser Lieder. Eine solche Aufnahme kann zu Beginn der Trauerfeier als Einleitung, im Verlauf oder zum Abschluss über Tonträger (CD oder USB-Stick) abgespielt werden. Die Melodie kann zum Sarggeleit erklingen, also wenn der Sarg hinausgetragen wird. Bleibt der Sarg stehen, so erkllingt das Lied, wenn die Trauergemeinde die Trauerhalle verlässt.

 

 

Mehr Liedvorschläge zum Singen und Musiktipps

Hand zeigt runter

Tipps zur Liedwahl

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Heimat-Volkslieder

CDs Trauer-LIEDER

TRAUERSONGS

TRAUER - MUSIK

 

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Ich kann Ihnen hier nur einige Beispiele nennen und Anregung geben. Stöbern sie selbst weiter im Internet mit den Suchbegriffen "Mundartlieder", "Volkslieder" oder "Heimatlieder".

 

Ich empfehle:

Die 30 bekanntesten Volkslieder

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Dabei sind diese Heimatlieder:

  • Loreley
  • Der Jäger Abschied
  • Still wie die Nacht
  • Nachtgesang
  • Ännchen von Tharau
  • Kloster Grabow
  • Ave Maria
  • Ich bete an die Macht der Liebe
  • Es löscht das Meer die Sonne aus
  • Die Himmel rühmen Various
  • Die Rose stand im Tau
  • Heilig, heilig
  • So nimm denn meine Hände
  • Die Nacht (Freundliche Stille)

und viele mehr:

• Männerchöre: 30 schönste Volkslieder

 

Da ist das Pommernlied gesungen von Hermann Prey - für 1,29 Euro:

 

Da sind die Volkslieder mit dem Montanara Chor - für je 99 Cent downloadbar:

 

 

Mein Name ist Frank Maibaum.
Ich habe abschiedstrauer.de geschrieben und ins Netz gestellt.

Foto: Frank Maibaum

Damit Sie eine Trauerfeier gut planen können habe ich zusätzlich dieses Buch geschrieben - mit Ratschlägen und Lesetexten, Sprüchen, Liedvorschlägen, Abschiedsgeschichten u.v.m.

Das Abschiedsbuch

Blick ins Abschiedsbuch